First ride this year

Ich schäme mich echt ins Leder, dieses Jahr bin ich sau spät dran.

Das wäre mir früher nie passiert. Das Auto verreckt im November – „ey meeegaaageil, dann muss ich ja mim Bock auf die Arbeit“. Und heute? Tja … wie gesagt, ich schäme mich echt ins Leder.

Die Ladies sind schon seit Monaten startklar, die Domi ist eh ganzjährig angemeldet. Aber dieses Jahr ist das Wetter sowas von mega besch – äh – bescheiden, das macht einfach kei-nen Spaß.

So hatte ich meine erste Fahrt dieses Jahr am 10 April. Kleine Runde zum warmwerden. Keine fünf Meter nach dem Start, tackert mir dieses Feeling auch schon wieder das typische Grinsen ins Gesicht. Ich fühl mich wie der Joker, wenn er Batman vermöbelt.

Aber nach den ersten Kurven macht sich auch mein „Problem“ wieder bemerkbar. Ich bin von der perfekten Biker-Amazone ungefähr so weit entfernt, wie Bernd das Brot von ’ner Bikini-Figur. Seit Jahren „stets bemüht“ quasi.

Das Problem wollte ich letztes Jahr schon angehen, und zwar mit einem Schräglagen-Training. Dieses Training ging aber so dermaßen in die Hose, dass zwei Teilnehmer im Krankenhaus landeten. Obwohl ich weder der Schwerverletzte, noch der Verursacher war, hat sich bei mir durch das Erlebte ne schööööne fette Sperre im Hirn festgesetzt. Monatelang gurkte ich mir einen ab und war so dermaßen schreckhaft bei jedem Geräusch und jedem Blatt, dass ich kurzzeitig sogar darüber nachgedacht habe, es sein zu lassen. Das brachte ich aber letztendlich doch nicht übers Herz.

Über den Winter schön verdrängt, viel mir aber nun wieder ein – „da war doch was“. Also rumgegooglet. Trainings-Anbieter gibt es ja wie Sand am Meer, aber nix hat mir auf Anhieb so richtig zugesagt. Das Training vom letzten Jahr wurde mir zwar gutgeschrieben, aber auf den Anbieter hab ich irgendwie nicht mehr so richtig Bock.

Nunja, morgen versuch ich nochmal mein Glück mit den Jungs und Mädels von Ride-IT aus Frankfurt. Ich werde berichten.